Musik heute. Und morgen?
- booking58082
- 24. Juli 2025
- 1 Min. Lesezeit
Manchmal frage ich mich, wohin das alles führt.
In einer Welt voller Technik, in der Millionen von Songs auf Knopfdruck aus dem Nichts auftauchen – was bleibt da noch, vom unsichtbaren Gut namens Musik?
Zurzeit schreibe ich neue Songs auf Schweizerdeutsch. Es ist die Sprache, in der mir Emotionen am direktesten über die Lippen kommen – bevor sie durch die Musik noch verstärkt werden und zum Leben erwachen.
Ein Song sollte, so finde ich, aus einer echten Emotion entstehen – und sich entwickeln wie ein Baum. Langsam. Von innen heraus.
Doch Zeit ist heute selten geworden. Alles muss schnell gehen. Aufmerksamkeit ist flüchtig.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich mich umso mehr nach Musik sehne, die atmet. Die sich Zeit nimmt. Die wachsen darf.
Und vielleicht ist genau jetzt der Moment, in dem wir wieder lernen dürfen, hinzuhören. Nicht nur auf die Töne – sondern auf das, was zwischen ihnen liegt.
Denn Musik war nie nur Klang. Sie war immer auch eine Richtung.
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